Sex am Strand: So geil ist das gar nicht

Sex am Strand könnte der Höhepunkt jedes Urlaubs sein, wäre da nicht die Realität. Und die sagt: Puh, da gibt’s echt Besseres! Das musst Du wissen!

Sex am Strand: So geil ist das gar nicht.
Sex am Strand sieht unheimlich romantisch aus. Ganz einfach ist dieses Vergnügen allerdings nicht. ©iStock

Warum Sex am Strand Spaß machen könnte

Sex am Strand könnte das Größte sein, denn alle Voraussetzungen für ein aufregendes Abenteuer sind am Strand gegeben: Die Sonne wärmt die Haut, eine ständige Brise wuschelt durchs Haar und sorgt ganz ohne Zutun für einen verwegenen und sexy Look, man hat wenig an, die Haut schmeckt salzig, es riecht nach Urlaub, Entspannung und Meer …

Zumindest ist das im Sommer so, aber bei heftigen Herbststürmen kommt vermutlich ohnehin kaum einer auf die Idee, sich in Allwetterjacke und mit Kapuze in den Wogen zu wälzen …

So gesehen stehen erst einmal alle Ampeln auf Grün, was die Tauglichkeit der Kulisse angeht. Und tatsächlich wäre es auch unendlich romantisch bzw. wahnsinnig aufregend, mit dem geliebten Menschen in der Brandung zu liegen und dort der schönsten aller körperlichen Ertüchtigungen nachzugehen. 

Die Realität sieht allerdings etwas anders aus, als man sie in manchen Pornos sieht, denn Sex am Strand bringt selbst bei Idealbedingungen einige Probleme mit, die das Erlebnis unnötig verkomplizieren. Das heißt nicht, dass Sex am Strand nicht lohnenswert ist. Man muss allerdings einige Herausforderungen bewältigen.

Warum Sex am Strand weniger geil ist, als man meint

Schiebt man die romantische oder auch lüsterne Vorstellung einmal beiseite und schaut ganz unerregt unaufgeregt einmal auf die kleineren oder größeren Hürden beim Sex am Strand, wird ziemlich schnell deutlich, dass das eine Disziplin nur für Hartgesottene oder für echte Profis ist. Denn wenn man ehrlich ist, sprechen gleich vier Dinge gegen Sex am Strand.

  1. Ihr seid nicht allein
    Wenn Ihr nicht gerade auf einer Privatinsel seid oder auf dem entferntesten Eiland dieses Planeten, habt Ihr am Strand sehr wahrscheinlich Gesellschaft. Der Gedanke an Zuschauer mag zwar reizvoll sein, ein von einem Voyeur unerlaubt gedrehtes Video der intimen Strandaktivitäten im Internet ist es jedoch nicht. 
  2. Sand! Es ist einfach überall Sand!
    Sandstrände haben den Vorteil, dass sie sich dem Körper anpassen. Man liegt also recht weich auf ihnen. Der Sand hat aber auch einen entscheidenden Nachteil: Er ist einfach überall. Und ja: Wir meinen überall! Sand im Auge ist doof, Sand im Mund noch viel mehr und Sand im … sagen wir … Getriebe ist der Superlativ des Abturns. Sexy geht definitiv anders.
  3. Wasser. Es ist nicht hilfreich …
    Reicht Euch der Sand noch nicht, hat der Strand noch etwas im Angebot, das beim Sex unheimlich nerven kann: Wasser! Die Traumvorstellung, sich in den sanften Wogen sexy und filmreif oder gar wie im Porno zu lieben, mag ja reizvoll sein – die Realtität sieht anders aus: Zum einen spült das Wasser die feinen Sandkörnchen überallhin (s. Punkt 2), zum anderen spült es andere Dinge weg: Ein Paar, das normalerweise gut ohne helfende Mittel wie Gleitgel auskommt, hat es am Strand mitunter schwer, denn das Wasser nimmt alles mit, auch nützliche Körperflüssigkeiten. Und nicht zuletzt ist das Wasser auch eine Gefahr, denn die Wellen schwappen ebenfalls nur im Film in schöner Gleichmäßigkeit sanft an den Strand. In Wahrheit liegt man mal auf dem Trockenen, mal wird man von einem großen Brecher durchgewirbelt.
  4. Die sanitären Anlagen sind … mehr so mittel
    Je nachdem, wie wild man es am Strand oder auch woanders treibt, ist danach eine Dusche sinnvoll oder auch einfach nur erfrischend. Auch eine Toilette schadet häufig nicht. Am Strand ist beides in der Regel nicht oder in sehr überschaubarem Standard vorhanden. Und nein: Das Meer ist keine Alternative. Spätestens dann nicht, wenn man sich fragt, wie viele Personen vorher schon die gleiche Idee hatten, sich dort vom Erlebnis reinzuwaschen … Urgs.
Sex am Strand im Urlaub: Ein Paar versucht's mal
Einen Versuch ist Sex am Strand unbedingt wert, aber sag später nicht, wir hätten Dich nicht gewarnt! ©iStock

Ist Sex am Strand erlaubt?

So viel mal vorneweg: Wer in Anwesenheit anderer blankzieht und körperlich aktiv wird, ist – zumindest in Deutschland – schnell mit einer Strafanzeige dabei. Das ist allerdings nicht nur beim Sex am Strand so, sondern generell beim ♥Sex im Freien. Der § 183a Strafgesetzbuch (StGB) sieht vor, dass eine Erregung grundsätzlich zwar okay ist, die Erregung eines Ärgernisses allerdings nicht.

Hat man es mit etwas nachsichtigeren Ordnungshütern zu tun, halten diese einem u. U. nur eine Ordnungswidrigkeit gemäß § 118 Ordnungswidrigkeitengesetz (OWiG) vor.

Blöd ist beides, sodass gilt: Sex am Strand ist grundsätzlich erst einmal nicht verboten. Nur erwischen lassen darf man sich nicht.

Wie sieht es im Ausland aus?

Überkommt Euch der Liebeswahn im Strandurlaub im Ausland, ist besondere Vorsicht geboten! So unterschiedlich die Sitten in den Urlaubsländern sind, so unterschiedlich streng ist auch die Verfolgung von Schnackselnden am Strand. In einigen Ländern belässt man es bei einer Verwarnung (wie beispielsweise in Norwegen), in anderen kann das Stelldichein sogar richtig teuer werden. In Spanien kann das Intermezzo zweier (oder mehrerer) Nackedeis sogar mit bis zu 75.000 Euro betraft werden.

Tipps für den Sex am Strand

Sonne macht gern ein bisschen blöd und am Strand nimmt man das Leben etwas leichter als anderswo. Kopflos solltet Ihr das Abenteuer am Meer dennoch nicht angehen, sonst bleibt evtl. mehr davon hängen als nur eine aufregende Erinnerung.

  1. Schützt Euch
    Auch wenn der Strand den Alltag vergessen lässt: Auch hier kann man schwanger werden oder – ja, jetzt wird es extrem unromantisch – sich mit ♥Geschlechtskrankheiten infizieren. Nicht nur, aber voll allem dann, wenn das menschliche Gegenstück beim Sex am Strand kaum mehr als ein Urlaubsflirt ist (♥Liebe auf den ersten Blick passiert fern der Heimat ja besonders gern), solltet Ihr Euch deshalb schützen. Ein Kondom macht das Ganze nicht romantischer, aber sicherer. Zieht es schwupps über und habt dann unbeschwerten Spaß, denkt aber daran, dass das Salzwasser das Gummi angreifen kann. Rutscht also lieber noch einen bis zwei Meter in Richtung Festland. Dann liegt Ihr zwar auf dem Trockenen, könnt Euch aber sicher sein, dass das Kondom seine Arbeit tut.

  2. Sucht Euch ein diskretes Eckchen
    Augen neugieriger Menschen sind gut, Kameras auch von Handys sind noch viel besser. Sucht Euch einen Ort am Strand, an dem Ihr nicht für jedermann sofort zu entdecken seid. Sonst stellt womöglich ein stiller Zuseher in Kürze ein Urlaubsvideo mit Euch als Hauptdarsteller ins Internet. Und von dort ist es kaum mehr wegzubekommen.

  3. Tragt Sonnenschutz
    Im Eifer des Gefechts vergessen viele beim Sex am Strand, dass dabei (in der Regel) alle Hüllen fallen. Auch die, die sonst brav alle delikaten Körperstellen verhüllen. Das heißt: Der Poppes, bei Frauen die Brüste und Weiteres liegen nun frei und sind nackt der Sonne ausgesetzt. Vertraue uns: Besonders an diesen Körperstellen wollt Ihr keinen Sonnenbrand haben. Schmiert Euch also vorsorglich auch an diesen Stellen mit Sonnencreme ein oder sucht Euch ein schattiges Plätzchen. Das ist am Strand allerdings häufig rar und auch dort droht Sonnenbrand!

  4. Habt das Wasser im Blick
    Das Meer ist wild und Ihr seid es auch – im Ernstfall sitzt aber das Wasser am längeren Hebel und spült Euch einfach raus aufs Meer. Habt daher trotz allen Engagements immer auch die Wellen im Blick. Haltet bevor Ihr loslegt außerdem noch Ausschau nach Warnschildern. Sie informieren Euch z. B. vor Tieren im Wasser (je nach Region beispielsweise vor Quallen oder Haien) oder vor Unterströmungen. Nehmt die Schilder ernst und verhaltet Euch entsprechend. Niemand hat beim Sex gern einen Hai am Bein, eine Qualle in der Hose oder winkt dem fortgespülten Partner nackt hinterher.
Sex am Strand: Ein Paar liegt in den Wellen.
Geil am Strand? Gebt alles, aber behaltet das Wasser im Blick! Sonst wird’s spritziger als erwartet. ©iStock

Die besten Stellungen beim Sex am Strand

Das größte Problem beim Sex am Strand ist wie erwähnt der Sand. Er ist überall. Ü-ber-all! Und er kratzt und pikst nicht nur an den delikatesten Stellen, er hat auch eine nicht zu unterschätzende Schmirgelwirkung. All dies wird in Pornos oder auch romantischen ♥Liebesfilmen verschwiegen. Bei andauernden ähnlichen Bewegungen auf Sand kann man sich an ihm richtig wund scheuern. Schützt Euch, indem Ihr – sofern möglich und vorhanden – ein Handtuch oder Shirt am Strand unterlegt. Das ist nicht so richtig sexy, aber definitiv die bessere Alternative zu aufgescheuerter Haut.

Abgesehen davon eignen sich verschiedene Stellungen bzw. Sextechniken besonders für den Sex am Strand. Keine Bange, Ihr müsst nicht das ♥Kamasutra nachturnen. Die Sexstellungen sind allesamt solche, die Eure Becken möglichst weit weg vom Sand positionieren. 

  1. Fellatio, Handjob oder Spanisch im Stehen
    Er steht und genießt die Aussicht aufs Meer und an sich herunter, sie (oder er) geht auf die Knie und verwöhnt ihn mit dem Mund. Alternativ ist auch ein Handjob denkbar oder man frischt bei einem heterosexuellen Paar die „Spanischkenntnisse“ mal wieder auf, indem er sein bestes Stück zwischen ihre Brüste legt.

  2. Cunnilingus im Stehen
    Fellatio im Stehen ist sexy und funktioniert für ihn meist recht gut. Für sie ist es beim Cunnilingus etwas schwerer, denn hier ist vor allem auch die Entspannung entscheidend. Probiert es aber einfach mal aus. Sie steht, er kniet vor ihr und gibt alles. Evtl. reicht ja der Kick der Kulisse, um sie so zum Orgasmus zu bringen.

  3. A tergo (von hinten)
    Die Sache von hinten anzugehen, ist am Strand immer eine gute Idee. Denn sowohl beim Doggy Style, bei der Schubkarre wie auch beim Sex im Stehen könnt Ihr genug Abstand zwischen Euch und die Sandkörnchen bringen. Löffelchen und die Elefantenstellung sind zwar immer tolle Orgasmen wert, fallen am Strand aber leider aus genannten Gründen aus. 

    Extratipp: Denke bei allen Stellungen im Stehen daran, dass mindestens einer von Euch nackt und wie ein Leuchtturm am Strand rumsteht und somit besonders gut zu sehen ist. Die Gefahr, beim Sex am Strand entdeckt zu werden, ist in diesen Positionen also besonders groß.

  4. Schneckenstellung bzw. Wiener Auster
    Etwas unauffälliger als die Sexstellungen im Stehen ist die Schneckenstellung bzw. die Wiener Auster. Dabei liegt sie (oder bei einem homosexuellen Männerpaar der empfangende Partner) auf dem Rücken im Sand. Er bzw. der aktive Partner legt sich wie bei der Missionarsstellung auf die Partnerin bzw. den Partner, die oder der dann die Beine auf seine Schultern legt. Das Becken wird so automatisch angehoben und befindet sich in sicherer Entfernung zum Sand. Das Gefühl bei dieser Stellung ist besonders intensiv, die Reibung des Sands am Rücken allerdings auch. Legt ein Handtuch unter, wechselt rechtzeitig die Position oder treibt es nicht so wild.
Es muss nicht immer Sex am Strand sein. Kuscheln ist vielleicht sogar die bessere Alternative.
Hättest Du’s gewusst? Man muss am Strand gar nicht zwingend Sex haben. Man kann da auch nur romantisch rumsitzen. ©iStock

Spannende Alternativen zu Sex am Strand

Der Reiz von Sex am Strand ist vor allem das Neue. Das könnt Ihr deutlich bequemer – wenn auch etwas weniger romantisch verklärt – auch an anderen Orten haben. Am kuscheligsten ist wohl das Hotelbett, sofern Ihr im Urlaub seid. Auch die Hoteldusche macht sich gut für ein Erlebnis der neuen Art. Aber Vorsicht: Auch beim Sex unter der Dusche ist nicht alles so, wie man sich das vorstellt oder in Filmen bzw. im Porno sieht.

Soll es nicht im Hotelzimmer passieren, legt ein Schäferstündchen im Mietwagen ein (wenngleich auch hier gilt: Es macht Spaß, Sex im Auto hat aber auch seine Tücken) oder fahrt an einen schönen Ort, der nicht von anderen Touristen überlaufen ist. Dort könnt Ihr im Idealfall völlig sandfrei nach Herzenslust … die Aussichten genießen. ♥

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